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Waschmaschine

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Inhaltsverzeichnis

Die Waschmaschine in der Geschichte

Die Geschichte der Waschmaschine beginnt

  • 1767 mit der Entwicklung der Rührflügelmaschine von Jacob Christian Schäffern.
  • 1782 lässt sich Henry Sidgier ein Britisches Patent auf einen rotierenden Bottichwaschmaschine geben.
  • 1858 wird die erste Trommelwaschmaschine von Hamilton Smirt entwickelt.
  • 1901 entwickelt der Amerikaner Alva J. Fisher eine Waschmaschine mit Elektromotor
  • 1946 wurde die erste "vollautomatische" Waschmaschine in den USA vorgestellt.
  • 1951 folge auch in Deutschland die Einführung der automatischen Waschmaschine.

Programmablauf in der Waschmaschine

Das Waschprogramm einer Waschmaschine besteht aus vier wesentlichen Programmabschnitten

1) Vorwaschgang

Der Vorwaschgang wird mit kaltem bis lauwarmem Wasser durchgeführt. Ein großer Teil der Schmutzteilchen wird herausgelöst und schwimmt im Waschwasser (Lauge). Vor dem nächsten Waschgang wird ein Teil der Lauge abgepumpt und frisches Wasser und Waschmittel wird der Waschmaschine zugeführt.

2) Hauptwaschgang

Nun wird die Waschflüssigkeit in der Waschmaschine erhitzt, damit auch die temperaturabhängigen Bestandteile des Waschmittels ihre Wirkung entfalten können. Der restliche abgelöste Schmutz wird im Wasser verteilt.

3) Spülgang

Das verschmutzte Wasser wird abgepumpt und nach und nach durch Frischwasser ersetzt. So wird die Schmutzkonzentration im Wasser der Waschmaschine ständig geringer. Um den Wasserbedarf einer Waschmaschine so gering wie möglich zu halten wird mit so genannten Schaumsensoren gemessen. Die Lauge ist nach dem ersten Spülgang nur mäßig verdünnt. Es befinden sich noch genügend Waschmittelreste in der Flüssigkeit, sodass die Härtebildner aus dem ersten Spülgang in der Waschmaschine gebunden werden können. Das ständig zufließende Wasser kühlt die Lauge allmählich herunter. So fallen kaum noch wasserunlösliche Carbonate an und Hitzeschäden an den Abflussrohren der Waschmaschine werden vermieden.

4) Schleudergang

Ist der letzte Spülgang abgeschlossen folgt der Schleudergang. Die Entwässerung erfolgt mit Hilfe der Zentrifugalkraft. Die Wäschestücke werden an die Innenwand der Waschmaschine gedrückt und das Wasser fließt durch die Löcher in der Trommel ab. Es gibt verschiedene Arten des Schleudervorganges. Das Kurzschleudern oder auch das Intervall-Schleudern ( auch Stufen-, Variomatic-, Locker- oder Glattschleudern genannt ) . Schleuderphasen mit zunehmender Frequenz und Schleuderpausen wechseln sich hierbei ab. In den Schleuderpausen wird die Wäsche durch langsameres Drehen aufgelockert und umgeschichtet. So wird eine gleichmäßige Entwässerung und eine verminderte Knitterbildung erzielt. Zum Ende des Schleuderganges wird die Schleuderdrehfrequenz immer weiter gesteigert und das Schleudern in der Waschmaschine läuft ohne Pause. Die an die Innenwand der Waschmaschine gepresste Wäsche wird in der letzten Phase des Schleuderganges durch langsame und reversierende Trommelbewegungen von der Trommel gelöst.

Waschprogramme einer Waschmaschine

Die unterschiedlichen Waschprogramme einer Waschmaschine richten sich nach den zu reinigenden Textilien und Fasern und der Art und dem Grad der Verschmutzung. Die Merkmale eines Waschprogrammes sind : - maximale Temperatur der Lauge in der Waschmaschine - Temperaturverlauf während des Waschganges - Trommeldrehfrequenz beim Schleudern und Waschen - Lauzeitfaktor - Laugenstand und Flottenverhältnis - Art des Schleuderns - Anzahl, Kombination und Dauer der Programmabschnitte Die Programmbezeichnungen sind abhängig vom Hersteller und vom Modell der Waschmaschine. Auskunft gibt hier nur die jeweilige Gebrauchsanweisung der Waschmaschine. Unter dem Merkmal der Temperatur lassen sich folgende Gruppen von Waschprogrammen zusammenfassen: Kochwäsche ( bis 95 Grad), Heißwäsche ( bis 60 Grad ), Warmwäsche ( 39/ 40 Grad ) und Kaltwäsche (< 30 Grad ).

Waschmaschine und Mechanik

Das Merkmal der Stärke der Waschmechanik unterscheidet man in zwei Gruppen. Waschprogramme mit Normalgang, bei denen mit niedrigem Laugenstand, großem Laufzeitfaktor und großem Flottenverhältnis gewaschen wird. Das Wasser wird am Ende automatisch abgepumpt. Im Schongang wird dagegen mit hohem Laugenstand, kleinem Laufzeitfaktor und kleinem Flottenverhältnis gewaschen. Das Abpumpen des Schmutzwassers erfolgt über Handsteuerung und es folgt lediglich ein kurzer Schleudergang. So werden empfindliche Fasern in der Waschmaschine geschont. Moderne Waschmaschinen besitzen ein Energiesparprogramm. Hier werden die Temperaturen der einzelnen Waschgänge gesenkt. Die Aufheizzeit kann so verkürzt werden und die Nachwaschzeit, in der die Temperatur konstant bleibt, wird verlängert. Einsparungen bis zu 30 % sind möglich. Weitere geläufige Waschprogramme sind Kurzprogramme oder Sparprogramme. Kurzprogramme eignen sich für wenig verschmutzte Wäsche. Die Länge einzelner Waschprogramme wird verkürzt und so eine zeitliche Ersparnis erzielt. Das Sparprogramm ist für halbe Füllmengen geeignet. Die Waschmaschine benötigt hierbei durchschnittlich 25 % weniger Waschmittel, Wasser und Energie. Handwaschprogramme, die mit Temperaturen von 30 Grad und sehr geringer Mechanik arbeiten, ermöglichen das maschinelle Waschen von als Handwäsche gekennzeichneten Textilien.

Da das Waschgut nie ganz gleichmäßig in der Waschmaschine verteilt ist werden beim Schleudern Unwuchtkräfte erzeugt. Um diese auszugleichen sind der Laugenbehälter, die Trommel und der Antrieb elastisch über Zugfedern mit dem Außengehäuse der Waschmaschine verbunden. Eine Zusatzmasse, die oben am Laugenbehälter der Waschmaschine oder um die Trommel angeordnet ist, erhöht die zu bewegende Masse. Der Laugenbehälter ist mit dem Waschmitteleinfüllkasten sind über einen elastischen Schlauch verbunden. Auch die Türdichtung und die Fremdkörperfalle sind auf diese weise mit dem Laugenbehälter verbunden.

Weitere Anschlüsse die man bei einer Waschmaschine findet sind:

  • Stromzuführungen für den Motor der Waschmaschine
  • Heizung
  • Türschloss bzw. Kontakt
  • Elektronischer Temperaturfühler
  • Druckschlauch für den Wasserstandsgeber

Die Heizung in einer Waschmaschine ist als Rohrheizkörper ausgebildet und liegt am Boden des Laugenbehälters. Die Heizung in der Waschmaschine funktioniert wie ein Tauchsieder. Laugentemperatur und Wasserstand in der Waschmaschine werden an die Programmsteuereinheit gesendet. Der Waschmitteleinspülkasten ist in drei Teile unterteilt, die jeweils über getrennte Leitungen und separate Magnetventile gesteuert werden können. So kann der Inhalt der einzelnen Bereiche jeweils zum richtigen Programmabschnitt eines Waschvorganges zugefügt werden. Der Anschluss der Waschmaschine an das Trinkwassernetz erfolgt über einen Rückflussverhinderer,um das Trinkwasser vor Verunreinigungen zu schützen. Die Laugenpumpe saugt die Lauge aus dem Laugenbehälter und pumpt diese durch ein Steigrohr in den Wasserablauf. Dabei durchläuft die Lauge die Fremdkörperfaller der Waschmaschine, in der sehr grobe Schmutzpartikel wie lange Fasern oder abgetrennte Knöpfe, ausgesondert werden. Das Laugenbehälterverschlusssystem, sorgt dafür, dass der Laugenbehälter während des Einspülvorganges verschlossen ist und so kein Spülmittel direkt in den Abfluss gelangt und damit für den Waschvorgang verloren ist. Wird die Laugenpumpe abgestellt drückt das im Ausgleichsbehälter am Ende des Steigrohres befindliche Wasser zurück und verschließt mittels einer Klappe den Laugenbehälter der Waschmaschine. Ein Mikroprozessor steuert den gesamten Programmablauf einer Waschmaschine. Motoren für Wasch- , Schleuder- und Pumpvorgänge sowie Heizung und Magnetventile werden über Ausgangssignale gesteuert. Informationen erhält der Prozessor vom Wasserstandsgeber, vom Temperaturfühler und vom Türkontakt.

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